Förderungen und Strompreise

In Italien wird die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien seit 1993 staatlich gefördert. Im Jahr 1999 löste das Modell der "Grünen Zertifikate" das alte Fördersystem ab. Ab 2002 sind die Energieversorger verpflichtet, über ihre bestehenden Kraftwerkskapazitäten hinaus einen Anteil von 2 % Ihrer Stromerzeugung aus erneuerbaren Energiequellen zu decken. Diesen Anteil können sie entweder durch Eigenproduktion oder durch den Erwerb "Grüner Zertifikate" (für die Laufzeit von 12 Jahren) anderer Stromerzeuger bereitstellen. Der Preis für diese Zertifikate liegt bei ca. 0,11 Euro pro kWh. Der Zertifikatsverkäufer kann darüber hinaus seinen Strom für ca. 0,07 Euro pro kWh auf dem freien Energiemarkt verkaufen. Die Abwicklung dieser Preisregelung und die Energieabnahme erfolgt durch den nationalen Netzbetreiber GRTN.


Es gibt auch Steuererleichterungen für Investitionen in benachteiligten Regionen, wie Kalabrien 50%, Kampanien - Basilikata - Apulien - Sizilien und Sardinien 35%, sowie Abruzzen und Molise 20%.


Ein weiterer Grund für den Ausbau der Windenergienutzung in Italien sind die hervorragenden Windverhältnisse in vielen Orten. Bis Ende 2006 waren Windenergieanlagen mit einer Gesamtleistung von rund 2.150 MW installiert, damit liegt Italien nach Deutschland, Spanien und Dänemark an vierter Stelle. Bis zum Jahr 2012 wird ein Anstieg auf 4.000 MW erwartet.